Treasure Beach
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Die Ankunft auf Jamaica

Die Tür des Flugzeugs wird entriegelt, zwei Schritte und wir stehen in einer tropischen Wand aus süß-feuchten 35 Grad. Nach Erledigung der Formalitäten holen wir unser Mietfahrzeug ab. Beim Laden desselben überrascht uns ein heftiger Regenguss. Innerhalb weniger Sekunden sind wir klatschnass. Weiter geht's zum etwa zwei Kilometer entfernt liegenden Hotel, durch reißende Sturzbäche über Straßen die der Wassermassen nicht mehr Herr werden. Der Wagen will kaum die Steigung zum Hotel schaffen, ich reklamiere sofort, da ich mir unterwegs keinen Ärger einhandeln will. Ich bekomme anstandslos einen Anderen, muss ihn aber im Beisein des Vermieters sofort probe fahren, was mir sehr recht ist.
Das Hotel ist ordentlich, sauber, funktionell, die Leute sehr freundlich, aber trotzdem nicht der Reißer, sofern ein Hotel neben einem Flughafen das überhaupt sein kann. Wir fanden die Wahl trotzdem sehr passend, weil wir nach 10 Stunden Flug einfach keine Lust mehr auf eine lange Anfahrt hatten. Nach einer etwa einstündigen, gründlichen Einweisung durch die Reisleiterin, die unsere eigene Einschätzung des Themas Kriminalität zu 100% bestätigt, werden wir allein auf die Jamaicaner "losgelassen". Wir machen erste Bekanntschaft mit höllisch scharfem Jerk-Food und fallen schließlich hundemüde ins Bett.

 


Ackee, die Nationalfrucht, obwohl nicht in 
Jamaica zu Hause

 Bildindex "Black River"
Krokodile im Sumpf- und Mangrovengebiet 
des Black River

Von Montego Bay nach Treasure Beach

Weiter geht es am nächsten Morgen Richtung Treasure Beach, über die westlichen Berge. Hier mache ich nach einer Gerade-Noch-Geschafft-Vollbremsung hinter einem Taxi die erste Bekanntschaft mit den miserablen Grip der billigen Reifen. Unseren ersten Halt machen wir in Black River. Es steht eine Bootsfahrt durch das Sumpfgebiet und die Mangrovenwälder an.

Selbstverständlich gibt es dort auch eine ganze Menge Krokodile zu sehen, die unserem "Crocodile Dundee" (wie er sich selber nennt) fast aufs Wort gehorchen und nach seinem Pfiff angeschwommen kommen. Nach einem kleinen und leckeren Imbiss in Salt Springs, Krabbenhaschee im Krabbenpanzer geht es mit Volldampf zurück.

Die Weiterfahrt nach Treasure Beach gleicht einer kleinen Odyssee. Wir machen Bekanntschaft mit der schlechten Beschilderung. Eigentlich ist "schlecht" nicht das richtige Wort. Sie ist streckenweise schlichtweg nicht vorhanden. Es fehlen auch die Schilder an den Ortseingängen, so dass man oft genug nicht mal weiß wo man sich gerade befindet. Irgendwann kommen wir darauf, dass man oft an Kirchen und Schulen ablesen kann, wie die jeweilige Ortschaft heißt. Nach fast zweistündiger Irrfahrt entdeckt meine Frau ein Hinweisschild auf eine Pizzeria. Ganz unten und kleingedruckt der Ort "Treasure Beach". Also nichts wie hin, nach zehn Minuten sind wir am Ziel.

Das Treasure Beach Hotel ist eine romantische kleine Anlage auf einem Hügel, inmitten in einem Wald aus Palmen, Piment, Mango, Brotfrüchten und anderen Bäumen gelegen. Wir freuen uns, hier zwei Tage bleiben zu dürfen.


Appartements im Treasure Beach Hotel

Bildindex "Treasure Beach"
Treasure Beach

Das Dörfchen Treasure Beach ist sehr weitläufig, touristische Einflüsse sind überall zu sehen, allerdings ohne die oftmals sehr negativen Auswirkungen die man von anderen Orten kennt. Es eigentlich immer noch ein recht ursprüngliches, verschlafenes Nest.
Am nächsten Tag machen wir einen Besuch in der Appleton Rum Distillery, der ältesten und renommiertesten der jamaicanischen Rumfabriken. Schon außerhalb schlägt uns der typische Geruch von Melasse entgegen. Vorsichtige Gemüter sollten hier besser mit dem Taxi oder Bus hinauffahren, es gib 17 Sorten zu probieren! Nach der Führung habe ich meine Wahl bereits nach acht Sorten getroffen, das sind sowieso schon mehr als wir unangemeldet durch den Zoll bekommen

Bildindex "Appleton Rum Factory"
Appleton Rum

Bildindex "Ys-Falls"
Ys-Falls

Auf dem Weg zu den Ys-Falls "verfahren" wir uns mal wieder, weshalb wir deutlich später dort ankommen als geplant. Es reicht gerade noch vor der Schließung der Anlage um 5 Uhr. Die Wasserfälle liegen auf einem Privatgelände mit uralten, riesigen Bäumen, man wird mit Traktor und Anhänger zu den Wasserfällen gebracht. Leider ist das Licht am späten Abend (*) sehr schwierig, weshalb ich nur wenig Fotos machen kann. Für die Augen bot er trotzdem eine traumhafte Kulisse, die wir mit einem Bad abrundeten.

(*) In den tropischen Regionen ist der Sonnenuntergang im Mai/Juni um 18.45 Uhr und auf Grund der "steilen Kurve" sehr plötzlich. Ab Sieben ist praktisch finstere Nacht. Aus diesem Grund ist 5 Uhr Nachmittags bereits sehr spät.