Mavis Bank
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Von Treasure Beach nach Mavis Bank

Es geht weiter über Mandeville, Kingston und Gordon Town nach Mavis Bank. Mavis Bank ist ein kleines Dorf in den Blue Mountains. Unterwegs halten wir kaum an, obwohl die Landschaft abgesehen von Kingston stellenweise sehr einladend ist. Aber wir wollen vorwärts kommen, uns nicht verzetteln und lieber etwas mehr Zeit in Mavis Bank verbringen. Es ist dort leider nur eine Übernachtung vorgesehen. In Kingston machen wir Bekanntschaft mit den Straßenverkäufern, die an jeder roten Ampel ihre Ware feil bieten. Entgegen anderen Aussagen lassen sie sich mit einem klaren aber freundlichen "Nein" problemlos abwimmeln. Gut, wir meiden auch Kingston "Downtown" und blieben strikt an der empfohlenen Route! 
Hinter Gordon Town wird die Strasse zusehends schlechter und abenteuerlicher, aber lässt sich gerade noch mit einem normalen PKW nehmen. In einer ausladenden Kurve halte ich an, es scheint ein Fußweg mit Aussicht abzuzweigen. Ich gehe allein, meine Beiden erholen sich von meinem inzwischen recht unverkrampften und angepassten Fahrstil. Der Pfad ist schmal aber ausgezeichnet angelegt und führt inmitten von duftenden Mangohainen und Pimentbäumen nach oben. Mir wird schnell klar, dass dieser Pfad nicht etwa für ein paar verirrte Touristen angelegt wurde, sondern ein Zugang zu einem abgelegenen Dorf oder Gehöft sein muss. Nach etwa 150 Höhenmetern in der tropischen Sonne kehre ich um. Unten sehe ich meine Frau, sie hat inzwischen Besuch von einer älteren Dame bekommen. Es ist Mrs. Winter. Sie kommt gerade mit dem Taxi aus der Kirche in Mavis Bank an. Sie ist 79 Jahre jung und lebt da oben auf einem kleinen Gehöft. Insgesamt 300 Höhenmeter nimmt sie mit ihrem Spazierstock und unter ihrem schwarzen Hut in drückender Hitze. Sie verabschiedet sich herzlich, nicht ohne auch mir (ich treffe sie beim Abstieg auf dem Pfad) eine Vielzahl von Tipps zu geben, wo es hier in der Bergen besonders schön ist und uns vor den "Crazy young boys" auf den Straßen zu warnen. Hoffentlich meint sie nicht mich. Auf dem Rückweg durch die wilden Mangohaine lese ich noch einiges an Fallobst auf das ich zwischen vielem Verfaulten finde. Es sind tatsächlich die essbaren Mangos, nicht die nach Petroleum schmeckende Sorte!

 

 

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Ein Straßenverkäufer im Stau...

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Auf meinem Weg durch die Mangohaine...


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Meine Frau trifft Mrs. WInter....

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Aufräumarbeiten nach einem Erdrutsch

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Welcome to Mavis Bank...

Wir fahren weiter, nach etwa 20 Minuten gibt es einen weiteren, diesmal unfreiwilligen Halt von etwa einer Viertelstunde: Aufräumarbeiten nach einem Erdrutsch. Schließlich geht es wieder abwärts, durch quer über die Strasse laufende Wasserrinnen und Bäche an denen die langen Überhänge des PKW schon hin und wieder mal kratzen. Nach wenigen Minuten stehen wir aber recht unverhofft und wesentlich früher als erwartet vor einem der seltenen Ortsschilder: Mavis Bank. Gleich links hoch, in traumhafter Lage mitten in einer Kaffee-Bananenplantage unser Guest House: Forres Park. Miss Diane begrüßt uns herzlich, weist uns unser Stockwerk zu, wir haben hier zwar keine Klimaanlage, dafür Kühlschrank und Hängematte. Die Zimmer sind stilvoll mit alten, noch im 19. Jahrhundert von Sklaven gezimmerten Möbeln ausgestattet. Mein Bett vollständig ohne Nägel, heute noch so bombenfest wie damals. Auf die Klimaanlage kann man in den Bergen getrost verzichten. Miss Diane will noch wissen, wann wir Dinner wünschen, sie kocht schließlich exklusiv für jeden Gast.